Krankheiten - Bartiris

Wer Schwertlilien in seinem Garten hat, wird kaum Probleme mit krankheitsbedingten Ausfällen haben. Eine reine Schwertlilienkrankheit gibt es nämlich nicht. Nur unter widrigen Umständen kann es zur Schwächung Ihrer Pflanzen durch Schädlinge kommen. Dabei ist, wie so oft, der Standort der entscheidende Faktor. Wenn Sie Ihren Schwertlilien zu schlechte Drainage zukommen lassen und sie über längere Zeit anhaltender Feuchtigkeit ausgesetzt sind, kann es schnell zum Aufkommen von Pilzkrankheiten kommen. Am verbreitesten sind dabei die Blattfleckenkrankheit und die Rhizomfäule.

Blattfleckenkrankheit (Heterosporiose)

Einsetzende Heterosporiose - iriszucht.de

Die Symptome der Blattfleckenkrankheit werden durch die Pilzgattung Heterosporium hervorgerufen, welche sich im Blatt der Schwertlilie einquartiert und das Gewebe bis zum Absterben schädigt. Beginnend mit sehr kleinen braunen Flecken an den Spitzen der älteren, aüßeren Blätter kommt es bei anhaltender Feuchtigkeit zur Vergrößerung der Flecken und Ausweitung auf andere Blätter. Dehnt sich der Befall zu sehr aus, kann die gesamte Pflanze geschwächt werden, was sich auf die Vermehrung und natürlich auch die Blühwilligkeit in darauffolgenden Jahren auswirken kann. Ein derart starker Befall ist jedoch nur bei sehr ungünstigen Bedingungen zu befürchten. Wenn Sie beispielsweise viele Schwertlilien auf engem Raum stehen haben und ein warmer feuchter Sommer den Sporen der Pilze ein gutes Gedeihen ermöglicht, sollten Sie mit einem Fungizid(+Netzmittel) vorbeugen oder bei schon eingetretenem Befall einschreiten, um Ihren Schwertlilien jegliche Wachstumshürden zu nehmen.

Rhizomfäule

Einsetzende Rhizomfäule - iriszucht.de

Die Rhizomfäule ist eine Krankheit, die oft nur bei neugepflanzten oder beschädigten Pflanzen auftritt. Grund für diese Krankheit sind die Erreger der Gattung Erwinia die als Pflanzenschädlinge weit verbreitet sind. So werden zum Beispiel auch Kartoffeln und Obstsorten von Erwinia geschädigt. Da Erwinia durch Verletzungen am leichtesten in die Pflanze gerät, sind wie bereits erwähnt meist Neupflanzungen oder verletzte Iris betroffen. Ist die Pflanze infiziert, beginnt der Erreger mit dem Abbau des gesunden Gewebes zu für ihn nutzbaren Stoffen. Durch das Enzym Pektinase wird das Gewebe destabilisiert und fühlt sich gummiartig an. Je nachdem, ob die Pilze Sauerstoff zur Verfügung haben, wird das Gewebe nur braun und weich (mit Sauerstoff) oder regelrecht breiig (ohne Sauerstoff). Da ohne Sauerstoff eine Gärung stattfindet, beginnen die betroffenen Rhizome sogar säuerlich-muffig zu riechen. Mit einem Rhizomfäulebefall sollte sehr gründlich umgegangen werden. Entfernen Sie die betroffenen Pflanzen aus dem Beet und bringen Sie sie nicht wieder in den Gartenkreislauf (nicht auf den Kompost werfen!). Wenn ein Rhizom nur leicht befallen ist, können Sie das befallene Gewebe abtrennen (vollständig!) und die Schnittstelle mit einem Desinfiziens oder einem Fungizid von möglicherweise übriggebliebenen Erregern befreien und die Pflanze wieder in gut drainierte Erde setzen.

Die deutsche Irisenzyklopädie
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